Frauen in Führung

 

Vielfalt in Führung. Lösungsansätze für kirchliche Führungs- und Organisationsentwicklung (2022)

„Vielfalt in Führung“ in kirchlichen Kontexten: Wie das zu erreichen ist, darüber kamen ausgewiesene Fachleute aus der Personal- und Organisationsentwicklung mit den Teilnehmenden in einen produktiven Austausch.
Mit dieser Tagung griffen die Veranstalterinnen u.a. die Selbstverpflichtung der deutschen Bischöfe aus dem Jahr 2018 auf, den Frauenanteil in kirchlichen Leitungspositionen innerhalb von fünf Jahren auf „ein Drittel und mehr“ zu steigern. Zielgruppe der Fachtagung waren Personal- und Organisationsentwickler/innen in den Bistümern, Generalvikare, Personalverantwortliche der Bistümer und diözesanen Einrichtungen, Gleichstellungsbeauftragte, Geschäftsführer/innen von Werken und Caritas.

Die Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz kooperierte bei Vorbereitung und Durchführung der digitalen Fachtagung mit dem Hildegardis-Verein e.V., Bonn, den Gleichstellungsbeauftragten der Bistümer und dem Katholisch-Sozialen Institut, Siegburg.

Frauen in kirchlichen Leitungspositionen: Studie 2023

Neueste Erhebung zum Frauenanteil in Leitung in deutschen Diözesen zeigt: Viel ist getan und noch viel ist zu tun!

Die jüngste Erhebung verfolgte eine konkrete Fragestellung: Konnte der Anteil von Frauen in kirchlichen Leitungspositionen in den Ordinariaten und Generalvikariaten der deutschen Diözesen innerhalb der letzten fünf Jahre auf „Ein Drittel und mehr“ gesteigert werden?

Das Ergebnis: Der Anteil von Frauen in mittleren Führungsebenen hat mit 34,5 % die angestrebte Quote von einem Drittel und mehr bereits erreicht, und auch auf der oberen Ebene ist mit 28% ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Diese Entwicklung ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche und zeigt, dass gezielte Maßnahmen wie Mentoring-Programme, flexible Arbeitszeitmodelle und eine verstärkte Sensibilisierung für Diversität Früchte tragen.

Die Zahlen von einem Frauenanteil in Leitungspositionen in Höhe insgesamt 32,5% Frauen beziehen sich auf  Ordinariate und Generalvikariate. Da in diesen mehr als 60% der Beschäftigten Frauen sind, gibt es noch viel Luft nach oben. Die Förderung von Frauen in Führungspositionen muss weitergehen  hin zu einer ausgewogenen Repräsentation aller Geschlechter und Qualifikationen.

Die aktuelle Erhebung zeigt, dass es möglich ist, eine größere Vielfalt an Perspektiven und Erfahrungen in Führungsrollen einzubringen und damit die Kirche als Arbeitgeberin attraktiver zu gestalten. Und die Erhebung zeigt, dass Bischöfe und Verantwortliche in den Diözesen diese Entwicklungen auch wirklich wollen und befördern. Auch wenn das gute Ergebnis nicht davon ablenken darf, dass es weiterhin strukturelle Ungerechtigkeiten für Frauen in der katholischen Kirche gibt, trägt es doch zu einem Kulturwandel in der Kirche bei.

Die Arbeitsstelle für Frauenseelsorge wird sich weiterhin für diesen Kulturwandel und die Förderung von Frauen in der Kirche einsetzen. Ziel ist es, eine Kirche zu gestalten, in der alle Talente und Fähigkeiten zum Wohle der Gemeinschaft und der kirchlichen Sendung genutzt werden können.

Weitere Infos und Berichterstattung:

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz zur Erhebung 2023

Berichterstattung auf katholisch.de

Die Zusammenfassung der Studie finden Sie im Anhang.

Frauen in kirchlichen Leitungspositionen: Studie 2018

Während der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen wurde in einem Pressegespräch die Studie „Frauen in Leitungspositionen deutscher Ordinariate und Generalvikariate 2018“ vorgestellt. Die Deutsche Bischofskonferenz hat in dieser Studie erneut die Zahlen zu Frauen in kirchlichen Leitungspositionen systematisch erheben und auswerten lassen. Die zuständige Projektleiterin, Dr. Andrea Qualbrink, hatte bereits eine erste Studie zu diesem Thema verantwortet, die bei der Vollversammlung 2013 in Trier präsentiert wurde.

Die Statements aus dem Pressegespräch (Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Dr. Andrea Qualbrink und Birgit Mock, Hildegardis-Verein) sowie die vorgestellte Studie „Frauen in Leitungspositionen deutscher Ordinariate und Generalvikariate 2018“ finden Sie hier.

Frauen in kirchlichen Leitungspositionen: Studie 2013

Im Rahmen eines Studientages hat sich die Deutsche Bischofskonferenz mit dem Thema „Das Zusammenwirken von Frauen und Männern im Dienst und Leben der Kirche“ befasst. Bischof Dr. Franz-Josef Bode hat als Vorsitzender der Pastoralkommission und der Unterkommission „Frauen in Kirche und Gesellschaft“ der DBK in seiner Einführung an das Wort der deutschen Bischöfe „Zu Fragen der Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft“ (1981) erinnert.

Dieser Studientag war der Kontext, in dem die Bischöfe sich mit den Entwicklungen der letzten Jahre auseinandersetzten und beschlossen, konkrete Maßnahmen
zu ergreifen, "um das partnerschaftliche Miteinander von Frauen und Männern nachhaltig in die konkrete Wirklichkeit der Kirche umzusetzen und den Anteil von Frauen an den Leitungspositionen der Kirche, die allen Laien offen stehen, deutlich zu erhöhen" (vgl. den Abschlussbericht der Frühjahrs-Vollversammlung der deutschen Bischöfe 2013, Nr. 3),

Im Abschlussbericht der Vollversammlung werden auch die Zahlen von Frauen in kirchlichen Leitungspositionen 2013 mitgeteilt: "Nach einer Erhebung, die Andrea Qualbrink im Auftrag der Unterkommission „Frauen in Kirche und Gesellschaft“ durchgeführt hat, beträgt der Frauenanteil auf den mittleren Leitungsebenen in den Generalvikariaten und Ordinariaten aktuell 19 Prozent und auf den oberen Leitungsebenen 13 Prozent. Das ist eine signifikante Steigerung gegenüber einer exemplarischen Erhebung aus dem Jahr 2005. Damals betrug der Frauenanteil auf den beiden Leitungsebenen 13 Prozent beziehungsweise 5 Prozent."

Weitere Details und Ergebnisse zum Studientag der DBK im Abschlussbericht Nr 3 und in einer Erklärung der DBK nach dem Studientag:

Fachtagungen

In Leitungsfunktionen fördern (2005)

Frauen in Leitungsfunktionen fördern - eine Fachtagung der Deutschen Bischofskonferenz 2005 (Dokumentation)