SkF: für Gewaltschutz und gegen Retraditionalisierung der Geschlechterrollen
Die Mitglieder der Delegiertenversammlung des SkF Gesamtvereins (SkF) am 24.06..2026 in Siegburg haben die familienpolitischen Leitlinien des SkF aus dem Jahr 2009 fortgeschrieben und aktualisiert. Neu aufgenommen wurde das Thema „Gewaltschutz als Grundvoraussetzung von Freiheit“.
Mit Sorge sieht der SkF gesellschaftliche Tendenzen einer Retraditionalisierung von Geschlechterrollen, die sich unter anderem in medialen Diskursen und sogenannten "Tradwife"-Narrativen widerspiegeln. Eine Rückkehr zu klassischen Alleinverdiener-Modellen bedeutet für viele Frauen reduzierte Erwerbschancen, geringere soziale Absicherung, erhöhte Abhängigkeit vom Partner und langfristig das Risiko von Altersarmut.
Die familienpolitischen Leitlinien rücken die Perspektive von Frauen, ihre eigenständige Existenzsicherung und ihre volle Gleichberechtigung bewusst ins Zentrum. Familie versteht der SkF als verantwortungsvolle, verbindlich gelebte und auf Dauer angelegte Beziehung zwischen Menschen verschiedener Generationen. Das Familienverständnis des SkF ist bewusst inklusiv und orientiert sich an den realen Lebensverhältnissen von Menschen. Damit trägt der Frauenfachverband der Vielfalt heutiger Lebensformen Rechnung und wendet sich gegen ein einseitig normatives Familienbild.
Aspekte der familienpolitischen Leitlinien:
- Selbstverständnis und feministische Haltung
- Eigenständige Erwerbstätigkeit als Schlüssel zur GleichstellungGelebte Gleichstellung im Alltag
- Gewaltschutz als Grundvoraussetzung von Freiheit
- Vielfalt von Lebens- und Betreuungsmodellen anerkennen
- Partnerschaftlichkeit in der Familienphase
- ]Sorgearbeit neu bewerten und strukturell absichern
- Altersarmut wirksam bekämpfen
- Kinderarmut bekämpfen - Zukunft sichern
Die vollständige Pressemitteilung des SkF-Gesamtvereins finden Sie hier.
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