KDFB für eine inklusive Perspek-tive auf Pränataldiagnostik
Der Deutsche Bundestag hat am 8. Oktober 2026 den Antrag zur Beobachtung der Folgen der Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) angenommen. Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) begrüßt die geplante Einrichtung eines interdisziplinären Expert*innengremiums.
„Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Folgen der Kassenzulassung des NIPT nun systematisch beobachtet werden sollen. Denn die zunehmende Nutzung des Tests auch ohne konkrete medizinische Indikation wirft grundlegende ethische und gesellschaftliche Fragen auf“, erklärt KDFB-Vizepräsidentin Andrea Redding.
Erste Studien zeigen, dass der NIPT zu einer routinemäßigen Untersuchung in der Schwangerschaft wird. Dies könnte vermehrt dazu beitragen, dass die Geburt eines Kindes mit Behinderung als vermeidbar wahrgenommen wird. Der KDFB warnt davor, dass dadurch der gesellschaftliche Druck auf werdende Eltern wachsen könnte, sich gegen ein Kind mit Behinderung zu entscheiden. „Ein Leben mit Behinderung darf niemals als weniger wertvoll gelten. Behinderung ist Teil menschlicher Vielfalt und nicht zuletzt deshalb darf es keinen Druck auf werdende Eltern geben, Behinderung frühzeitig festzustellen und durch einen Schwangerschaftsabbruch zu vermeiden“, betont Redding.
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