„Die Teilhabe von Frauen am Leben und an der Leitung der Kirche“
Der Vatikan hat eine Studie veröffentlicht, in der die Klärung der "Frauenfrage" in der katholischen Kirche als dringlich beschrieben wird.
Die Studie war während der Weltsynode (2023/2024) von Papst Franziskus in Auftrag gegeben worden. Das Studier stellt fest, dass es ein "spezifisches Unbehagen unter vielen Frauen bezüglich ihrer Teilhabe am Leben ihrer Gemeinden" gebe. Die Studiengruppe empfiehlt daher, "anzuerkennen, dass die 'Frauenfrage' ein Zeichen der Zeit ist in dem Sinne, dass der Heilige Geist dadurch spricht". Deshalb sei auf allen Ebenen der Kirche eine veränderte Mentalität notwendig (KNA).
Für die vatikanische Studie liegt noch keine deutsche Übersetzung vor. Eine englische Übersetzung finden Sie hier.
Statement von Ulrike Göken-Huismann, der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), zum Abschlussbericht:
"Es war ein richtiger Schritt, dass unter Papst Franziskus im Zuge der Weltsynode die Studie initiiert wurde. Wir fordern nun den Vatikan auf, sich jetzt – und zwar in diesem Jahr – mit den Ergebnissen auseinanderzusetzen und entsprechende Änderungen im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit anzustoßen. Konkret heißt das für uns: Eine schnelle Genehmigung der Partikularnorm zur Predigterlaubnis sowie die Zulassung von Frauen zum sakramentalen Diakonat."
Die vollständige Pressemitteilung der kfd finden Sie hier.
Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) sieht im Abschlussbericht zur Rolle der Frau in der Kirche wichtige Impulse, mahnt jedoch an, dass die Kirche Geschlechtergerechtigkeit nun auch konkret leben muss.
Enttäuscht zeigt sich der KDFB darüber, dass der Bericht beim Thema Diakonat der Frau keine neuen Perspektiven eröffnet. Es wird in dem Dokument darauf verwiesen, dass die Zeit für Diakoninnen noch nicht reif sei. „Dieses Ergebnis ist besonders enttäuschend und zur Genüge widerlegt. Auf der Synode wurde intensiv über den Diakonat der Frau diskutiert; die schon 2020 etablierte Petrocchi-Kommission hat diese Stimmen nicht angemessen aufgegriffen. Die Debatte muss weitergeführt werden,“ betont Regina Heyder, Vorsitzende der Theologischen Kommission des KDFB.
Die vollständige Pressemitteilung des KDFB finden Sie hier.
Bild Startseite: Straßenschild, von Peter Weidemann, in: Pfarrbriefservice.de.

