30. Juli: SOLWODI zum Welttag gegen Menschenhandel

Zum Welttag gegen Menschenhandel am 30. Juli erinnert SOLWODI daran, dass Menschenhandel weit mehr Formen hat, als den meisten bewusst ist – von Menschenhandel zur sexuellen oder Arbeitsausbeutung bis hin zum Menschenhandel zum Zweck der Bettelei oder dem Begehen von Straftaten. Jetzt sollen weitere Formen hinzukommen: Menschenhandel zum Zweck der Zwangsverheiratung, illegaler Adoption und Leihmutterschaft.

Der Bundestag berät derzeit über einen Gesetzentwurf, der diese weiteren Ausbeutungsformen erstmals ausdrücklich im Straftatbestand des Menschenhandels verankern soll. Die geänderten Richtlinien verpflichten die Mitgliedsstaaten auch zur Verabschiedung nationaler Aktionspläne gegen Menschenhandel, die spätestens alle fünf Jahre überprüft und aktualisiert werden sollen. SOLWODI ist in diesen Prozess eingebunden und war zuletzt Ende Juni bei einer Sitzung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel vertreten, bei der genau dieser Wandel im Mittelpunkt stand.

SOLWODI bittet am Welttag gegen Menschenhandel darum genauer hinzuschauen, welche Formen von Ausbeutung tatsächlich existieren und vor allem Betroffenen in jeder dieser Formen zuzuhören und Unterstützung zu bieten.

Der Weltweite Tag gegen Menschenhandel findet jährlich am 30. Juli statt. Die Vereinten Nationen riefen ihn 2013 ins Leben, um weltweit auf die Situation von Betroffenen des Menschenhandels aufmerksam zu machen und ihre Rechte zu stärken.

Die voillständige Pressemitteilung finden Sie im Anhang.

 

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