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12.09.2014

Frauen beim 2. Vatikanischen Konzil

Vor 50 Jahren begann am 14. September 1964 die 3. Sitzungsperiode des II. Vatikanischen Konzils. Bei dieser Sessio nahmen erstmalig Frauen teil, die als sogenannte Auditorinnen beobachtend und beratend tätig waren. Zunächst waren es 17 Ordensfrauen, die eine Führungsposition in ihren Gemeinschaften innehatten. Zur 4. Sitzungsperiode kamen weibliche Führungskräfte aus großen Laienorganisationen dazu.

Im Jahr zuvor hatte der Konzilspapst Johannes XXIII. in seiner berühmten Friedensenzyklika „Pacem in terris“ die Frauenbewegung als ein Zeichen der Zeit benannt, das für den Frieden auf der Welt relevant ist. Erstmalig erwies damit die Kirchenleitung der Frauenbewegung, die sich für die Menschenrechte von Frauen einsetze, Anerkennung und Respekt. Das Konzil folgte dieser Richtung, als es in der Pastoralkonstitution sagte:

„Jede Art von sowohl gesellschaftlicher als auch kultureller Diskriminierung in den grundlegenden Rechten der Person, sei es wegen des Geschlechts, der Rasse, der Farbe, der gesellschaftlichen Stellung, der Sprache oder der Religion, ist zu überwinden und zu beseitigen, da sie ja dem Ratschluss Gottes widerspricht. Es ist nämlich wahrlich zu beklagen, dass jene grundlegenden Rechte der Person noch immer nicht überall unverletzlich gewahrt werden; wenn man etwa der Frau die Möglichkeit verweigert, frei den Gatten zu wählen und den Lebensstand zu ergreifen oder zu gleicher Bildung und Kultur zu gelangen, wie sie dem Mann zuerkannt wird.“ (GS 29)

Im Blick auf die Kirche stellte das Konzil programmatisch fest: „Da heute die Frauen eine immer aktivere Funktion im ganzen Leben der Gesellschaft ausüben, ist es von großer Wichtigkeit, dass sie auch an den verschiedenen Bereichen des Apostolates der Kirche wachsenden Anteil nehmen.“ (AA 9)

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